„Inklusion gelingt nur, wenn wir zuhören und gemeinsam handeln“
Im Rahmen der Tour „Zuhören. Verstehen. Inklusion gestalten“ des Netzwerk Menschen mit Behinderung fand ein intensiver Austausch mit dem LVKM NRW statt. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Lebensrealitäten von Familien mit schwerst- und mehrfachbehinderten Kindern sowie die Herausforderungen, denen sie im Alltag begegnen.
Der LVKM NRW setzt sich seit vielen Jahren engagiert für Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen ein. Gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden begleitet und unterstützt er Familien, stärkt gesellschaftliche Teilhabe und vertritt die Interessen Betroffener gegenüber Politik und Gesellschaft.
Im Gespräch wurde deutlich, wie hoch die Belastungen vieler Familien sind. Pflege, Betreuung, medizinische Versorgung und bürokratische Anforderungen prägen häufig den Alltag. Gleichzeitig fehlt es vielerorts weiterhin an ausreichender Unterstützung, Entlastungsangeboten und barrierefreien Strukturen.
„Wer mit betroffenen Familien spricht, erkennt schnell, wie groß die täglichen Herausforderungen sind. Viele leisten Enormes – oft rund um die Uhr. Diese Erfahrungen müssen stärker in politische Entscheidungen einfließen“, erklärte Benjamin Thomas nach dem Gespräch.
Besonders hervorgehoben wurde die wichtige Arbeit des LVKM NRW und seiner Mitgliedsverbände. Sie schaffen konkrete Hilfsangebote, bieten Beratung und Unterstützung und geben Familien eine starke Stimme.
„Der LVKM NRW leistet gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden einen unverzichtbaren Beitrag für Inklusion und Teilhabe in Nordrhein-Westfalen. Dieses Engagement verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch politische Unterstützung“, so Thomas weiter.
Der Austausch machte zudem deutlich, wie wichtig der direkte Dialog mit Betroffenen und ihren Angehörigen ist, um praxisnahe Lösungen zu entwickeln und bestehende Probleme sichtbar zu machen.
„Inklusion gelingt nur, wenn wir zuhören, verstehen und gemeinsam handeln. Politik muss nah an den Menschen sein und die tatsächlichen Herausforderungen im Alltag kennen“, betonte Thomas.
Abschließend wurde allen Beteiligten für den offenen und intensiven Austausch gedankt. Die gewonnenen Eindrücke und Anregungen sollen in die weitere politische Arbeit einfließen, um Teilhabe, Barrierefreiheit und Unterstützung für Familien weiter zu stärken.