Demokratie braucht verständliche Sprache
Am 28. Mai ist der Tag der Leichten Sprache. Dieser Tag macht auf ein Thema aufmerksam, das für viele Menschen noch immer unterschätzt wird: Verständliche Sprache ist eine Voraussetzung für Teilhabe, Selbstbestimmung und Inklusion.
Leichte Sprache hilft Menschen mit Lernschwierigkeiten, Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen oder Menschen, die noch nicht lange Deutsch sprechen. Sie sorgt dafür, dass Informationen nicht ausschließen, sondern zugänglich werden. Denn wer Inhalte versteht, kann Entscheidungen treffen, mitreden und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.
Gerade in einer Demokratie ist das von zentraler Bedeutung. Demokratie lebt davon, dass alle Menschen Zugang zu Informationen haben und sich beteiligen können. Wenn Sprache zu kompliziert ist, entstehen Barrieren – und Barrieren schließen Menschen aus.
Als Landesvorsitzender des Netzwerks „Menschen mit Behinderungen“ der CDU Nordrhein-Westfalen setze ich mich deshalb für mehr Barrierefreiheit und echte Teilhabe ein. Dazu gehört auch, Informationen verständlich zu machen.
„Leichte Sprache ist kein Extra, sondern ein Schlüssel für echte Teilhabe.“
„Demokratie funktioniert nur dann wirklich, wenn alle Menschen verstehen können, worüber gesprochen und entschieden wird.“
„Wer Informationen nicht versteht, wird schnell ausgeschlossen. Deshalb müssen wir Barrieren auch in der Sprache abbauen.“
Leichte Sprache bedeutet dabei nicht, Inhalte zu vereinfachen oder Menschen zu unterschätzen. Sie bedeutet, Informationen so zu gestalten, dass möglichst viele Menschen Zugang dazu haben. Das ist ein Gewinn für unsere gesamte Gesellschaft.
Besonders im digitalen Raum ist verständliche Kommunikation wichtig. Webseiten, Formulare, Nachrichten oder politische Informationen müssen so gestaltet sein, dass sie von allen Menschen genutzt werden können. Digitale Barrierefreiheit und Leichte Sprache gehören deshalb untrennbar zusammen.
Eine inklusive Gesellschaft erkennt man daran, ob alle Menschen mitgenommen werden – auch sprachlich. Deshalb braucht Demokratie Inklusion. Und Inklusion braucht verständliche Sprache.