Nationale Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen ist wichtiges Signal für Menschen mit ME/CFS

Am heutigen World ME/CFS Day wird weltweit auf das Schicksal von Menschen mit ME/CFS und anderen postinfektiösen Erkrankungen aufmerksam gemacht. Die Erkrankung führt bei vielen Betroffenen zu schwersten Einschränkungen im Alltag, zu dauerhafter Erschöpfung, Schmerzen und oftmals zum Verlust von Beruf, sozialer Teilhabe und Selbstständigkeit. Viele Erkrankte sind über Jahre auf Unterstützung angewiesen oder sogar vollständig ans Haus beziehungsweise Bett gebunden.

Allein in Deutschland sind mittlerweile Hunderttausende Menschen von ME/CFS betroffen – darunter auch viele junge Menschen und Kinder. Dennoch fehlt es vielerorts weiterhin an ausreichender Forschung, spezialisierten Versorgungsstrukturen und gesellschaftlicher Anerkennung der Erkrankung.

Die angekündigte Nationale Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen der Bundesregierung ist daher ein wichtiges und notwendiges Signal für die Betroffenen und ihre Angehörigen. Sie bietet die Chance, Forschung gezielt zu stärken, die medizinische Versorgung zu verbessern und die öffentliche Aufmerksamkeit nachhaltig zu erhöhen.

„Menschen mit ME/CFS brauchen endlich mehr Sichtbarkeit, mehr Forschung und eine bessere medizinische Versorgung. Die Nationale Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen ist deshalb ein wichtiges Zeichen der Hoffnung für viele Betroffene und ihre Familien“, Benjamin Daniel Thomas dazu.

Gerade die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, wie groß der Handlungsbedarf bei postinfektiösen Erkrankungen ist. Umso wichtiger ist es, dass Politik, Wissenschaft und Gesellschaft gemeinsam daran arbeiten, die Situation der Betroffenen spürbar zu verbessern und ihnen wieder mehr Perspektiven und Teilhabe zu ermöglichen.